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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-01 - 2021-06-30

Historische und klinische Daten haben aufgezeigt, dass Infektionen mit Grippeviren einen idealen Nährboden für bakterielle Superinfektionen bieten. Retrospektive Untersuchungen von Patientenproben der verheerendsten Influenza Pandemien, der „Spanischen Grippe“ 1918/19 und der „Asiatischen Grippe“ 1957/58, haben gezeigt, dass Bakterien für die hohe Sterblichkeitsrate verantwortlich waren. Als Erreger konnten hier größtenteils Staphylococcus aureus und Streptococcus pneumoniae nachgewiesen werden. Eine Impfung bietet den besten Schutz vor einer Infektionskrankheit. Für S.aureus gibt es aktuell jedoch keine Prophylaxis und S. pneumoniae Impfstoffe haben sich in der Vergangenheit als wenig effektiv erwiesen. Darüber hinaus ist die Zahl der isolierten Antibiotika-resistenten Keime alarmierend hoch. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass sich bakterielle Sekundärinfektionen eindämmen lassen, wenn man das Ausmaß einer vorangehenden Grippeinfektion mittels Impfung einschränkt. Somit stellen Grippeimpfstoffe aktuell unser vielversprechendstes Hilfsmittel zur Vorbeugung bakterieller Komplikationen dar. Verfügbare Influenzaimpfstoffe liefern jedoch nur Schutz vor Infektionen mit sehr ähnlichen Influenzaviren. Mutierte oder neue Virusstämme haben daher auch nach einer Impfung die Möglichkeit Krankheiten auszulösen und Patienten für bakterielle Superinfektionen anfällig zu machen. Drei Viruskomponenten sollen in dieser tödlichen Synergie der beiden Erreger eine tragende Rolle innehaben – das Influenza Oberflächenprotein Neuraminidase und die nicht-strukturellen Virusproteine NS1 und PB1-F2. Diese Virusbestandteile sind entweder für Modifikationen des Lungengewebes verantwortlich, welche eine Bakterienbesiedlung erleichtern oder die Abwehrreaktionen des Patienten unterdrücken, die das Immunsystem normalerweise gegen eine folgende Infektion mit Bakterien einleiten würde. In herkömmlichen Influenzaimpfstoffen ist die Menge dieser Synergiefaktoren entweder nicht standardisiert oder sind diese sind überhaupt abwesend. Wir nehmen jedoch an, dass die durch diese Komponenten ausgelöste Immunantwort eine tragende Rolle bei der Bekämpfung bakterieller Superinfektionen hätte. In unserem Testansatz wollen wir die Rolle der Viruskomponenten NA, NS1 und PB1-F2 für die Vermittlung von Immunität gegen bakterielle Superinfektionen testen. Um dies zu prüfen stellen wir Virus-ähnliche Partikel her, welche einem authentischen Virus strukturell ähneln, jedoch nicht infektiös sind. Der Hauptbestandteil diese Virus-ähnlichen Partikel ist das Influenza Hemagglutinin, welches auch die einzig standardisierte Komponente herkömmlicher Impfstoffe ist. Diese Partikel werden mit unterschiedlichen Konzentrationen an Synergiefaktoren versetzt und zur Immunisierung von Mäusen verwendet. Die Effizienz dieser Immunantwort wir einem besonderen Härtetest unterzogen. Wir imitieren den Umstand einer Impfstoff-Fehlanpassung und versetzen dabei immuniserte Mäuse vor der bakterielle Infektion mit S.aureus und S,pneumoniae einem heterologen Grippevirus. Weiters testen wir, ob die induzierte Immunantwort tatsächlich Auswirkung auf die synergistischen Mechanismen, wie die Veränderung des Lungengewebes sowie der angeborenen Immunität haben.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-05-01 - 2021-04-30

Wir konnten bereits zeigen, dass die Entfernung des Nsun5-Gens die Lebensspanne von Hefe, Fadenwurm und Fruchtfliege verlängert, sowie deren Stress-Resistenz erhöht. Daten aus höheren Organismen, wie beispielsweise Wirbeltieren, liegen allerdings noch nicht vor. Daher ist die Erforschung der Funktionen von Nsun5 in Mäusen beiderlei Geschlechts das Ziel des Projekts, speziell in Bezug auf Lebensspanne und Gesundheit im fortgeschrittenen Alter der Versuchstiere. Weiters wird untersucht, wie Nsun5 die allgemeine und spezifische Synthese von Proteinen moduliert. Damit ist die Nsun5 knockout Maus das erste Wirbeltiermodell, in dem die Auswirkung einer einzelnen ribosomalen RNA Modifikation auf den biologischen Alterungsprozess von Zellen und den gesamten Organismus untersucht werden kann. Diese Charakterisierung von Nsun5 in der Maus ist die Voraussetzung für eine mögliche spätere Anwendung am Menschen. Selektive Blockierung von Nsun5 könnte ev. in Zukunft dazu dienen, das Auftreten alterungs-assozierte Erkrankungen zu verzögern oder zu mildern.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2020-02-29

Das vorgeschlagene Projekt soll die Hypothesen prüfen, dass eine erfolgreiche Knorpelregeneration die Rekapitulation embryogener Prozesse erfordert und dass das Geheimnis der fetalen Zellen eine fötalartige Regeneration des Knorpels einleiten kann. Osteoarthritis (OA), eine degenerative Gelenkerkrankung, die durch fortschreitende Gelenkknorpeldegeneration gekennzeichnet ist, ist weltweit eine der führenden Ursachen für Behinderung und ist mit einer enormen individuellen und sozioökonomischen Belastung verbunden. Erwachsene Gelenkknorpel (AAC) hat begrenzte intrinsische Reparatur Kapazität und aktuelle medizinische Behandlungsmöglichkeiten bieten nur symptomatische Erleichterung ohne signifikante Veränderung der Krankheit Progression oder Wiederherstellung Knorpel Integrität. Daher regeneriert der verletzte Knorpel nicht, sondern bildet fibrocartilaginöses Reparaturgewebe mit beeinträchtigten biomechanischen Eigenschaften, die den hyalinen Knorpel nicht adäquat ersetzen und damit die Fortsetzung der Gelenkentzündung, die zu chronischer Arthrose führt, auslösen. Im Gegensatz zu AAC regeneriert der fötale Gelenkknorpel (FAC), der partiellen Dickenläsionen unterworfen wird, vollständig. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass fetale Zellen, die in einen adulten Organismus transplantiert wurden, ihr regeneratives Potential in Haut-, Leber-, Sehnen- und Knorpelmodellen beibehalten haben. Informationen über die regenerative Heilung bei fetalen Tieren können eine Verbesserung der Heilungsreaktion im reifen Gewebe ermöglichen. Das Zellsekretom hat eine Schlüsselrolle bei der Geweberegeneration, ist aber schlecht verstanden. Eine verbesserte Kenntnis der Faktoren, die an der Heilung beteiligt sind, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Nutzung dieses potenziell leistungsstarken Werkzeugs für therapeutische Anwendungen. Wir beabsichtigen, eine neuartige, biomimetische Behandlungsstrategie zu entwickeln, die Aspekte der fetalen Gelenkknorpelmorphogenese zu rekapitulieren, um eine fetalartige Regeneration des adulten Knorpelknorpels zu erreichen. Wir schlagen vor, eine umfassende Studie durchzuführen, die 1) fetale (gestationstag 80, term ~ 145 Tage der Schwangerschaft) und erwachsene Knorpelheilung in vivo 2) die Wirkung von fetalen Chondrozyten, fetalen mesenchymalen Stammzellen (fMSCs), erwachsenen Chondrozyten und Erwachsenen durchführt Knochenmark-abgeleitete mesenchymale Stammzellen (aMSCs) und das Sekretariat dieser 4 Zelltypen auf adulte artikuläre Chondrozytenproliferation, chondrogene Matrixproduktion und Genexpression in vitro und 3), um Schlüsselfaktoren zu identifizieren, die für die Induktion von fetalen Heilungen und nicht für die Behandlung von Erwachsenen verantwortlich sind . Das verwirklichte Wissen wird zu weiteren Entwicklungsarbeiten im Anschluss an das vorgeschlagene Projekt führen, um ein wirtschaftlich ausnutzbares Therapieansatz zu etablieren, das eine fetale Heilung im adulten Knorpel induziert. Die neuartige Therapie verleiht dem in diesem Projekt beteiligten Unternehmenspartner auf internationaler Ebene einen Wettbewerbsvorteil in diesem Bereich. (maschinell erstellte Translation)

Betreute Hochschulschriften